PlasmaCure

In einem Gemeinschaftsprojekt wurden mit der Plasmaanlage der Firma Dürr UV-Pulverklarlacke auf Automobil-Karossen ausgehärtet. Ziel der Firma Dürr Systems GmbH ist die Plasmahärtung mit ihren Vorteilen in der Automobil-Serienlackierung einzuführen.

Plasmakammer

Heute werden Autolacke hauptsächlich thermisch gehärtet. Bei den Klarlacken werden meist lösemittelhaltige Systeme eingesetzt. Ausnahmen sind zum Beispiel BMW mit einem Pulverklarlack und Mercedes Benz mit dem Pulver-Slurry bei der A-Klasse.

Auf Grund der qualitativen Vorteile wird seit einigen Jahren an einem Prozess zur UV-Härtung gearbeitet. Eine deutlich verbesserte Kratzfestigkeit, chemische Belastbarkeit, kurze Härtungszeit und eine Minimierung der Emission an organischen Lösemitteln sprechen für den Einsatz bei der Klarlackhärtung.

Wegen der komplexen Geometrie einer Karosse müssen Roboter die Lampen aufwändig an den Konturen der Karosse vorbeiführen. Dennoch sind Schattenzonen vorhanden, die nicht ausgehärtet werden. Aus diesen Gründen ist eine reine UV-Härtung derzeit nicht möglich. Verwendet werden Hybridsysteme, die UV- und thermische Härtung kombinieren.

Daraus entstand die Idee, Lacke im raumfüllenden Plasma zu härten, denn das Plasma kann unter anderem auch Strahlung im UV-Bereich emittieren. Da hier die UV-Strahlung im Raum entsteht, härten auch die Schattenzonen aus.

Ziel der Firma Dürr Systems GmbH ist die Plasmahärtung mit ihren Vorteilen in der Automobil-Serienlackierung einzuführen. In einem Gemeinschaftsprojekt wurde auf einer Laboranlage nachgewiesen, dass die Härtung von UV-Lacken auf dreidimensionalen Bauteilen im Plasma möglich ist. Es folgte der Bau einer Karossenanlage, an der Arbeiten und Versuche im Rahmen dieses Projekts durchgeführt wurden.

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